Solaranlage im Kleingarten

      Solaranlage im Kleingarten

      Hallo zusammen,
      ich habe mit meiner Freundin vor kurzem einen Kleingarten übernommen.Nun kam bei mir die Idee auf dort evtl. Solarenergie zur Stromerzeugung zu nutzen. Finanziell wird sich das nicht lohnen und die Amortisationsdauer ist wohl länger als mein Restleben, aber Spieltrieb und etwas grüner Gedanke (Herstellung der Komponenten nicht betrachtet) ist der Hauptgrund.

      Wir werden wohl hauptsächlich am Wochenende im Garten sein und folgende Dinge nutzen:
      • Licht (Energiesparlampen)
      • Wasserkocher
      • Mobile Herdplatte
      • Kleiner Baguette-Ofen
      • Handy laden
      • Fernseher (32“)
      • Playstation als Bluray-Player – selten
      • Elektrogrill? Eher doch Gas oder Kohle ;)
      • Rasenmäher (wohl nicht für Solarprojekt geeignet)
      • Heckenschere (wohl nicht für Solarprojekt geeignet)

      Ich habe bereits angefangen zu recherchieren, aber der Physikunterricht ist solange her ;) Meine Vorstellung wäre die Nutzung von zwei parallel geschalteten 130w Solarpanel mit einer Solarbatterie mit 80 - 120Ah.
      Leistung: 260w (2 x 130w)
      Ladespannung: 12 V
      Effektive Nutzungsdauer je Tag im Sommer: 3 Stunden
      Akku-Ladetage: Mo-Fr –> 5 Tage

      Ergibt einen Strom von: 260W/12V*3h*5=325 Ah Mehr als der Akku speichern kann – reicht somit ein 130W Solarpanel?
      Ist diese Rechnung in Ordnung oder begehe ich eklatante Denkfehler?

      Wie viele Stunden könnte ich Fernseher und Playstation (zusammen wohl bis zu 300Watt) bei einer Batterie mit 80 AH betreiben?
      Verbrauch pro Stunde: 300Watt / 230V = 1,3 A und somit 60 Stunden? Irgendwie kann ich das nicht glauben aber ich finde den Wurm in meinen Gedanken nicht :-/

      Wo ist der Unterschied bei monokristall und polykristalinen Solarpanel? Meiner Recherche nach ist die Ausbeute bei monokristall höher, aber wenn ich ein Panel mit 130w kaufe ist mir die Ausbeute doch egal, oder?

      Gibt es entscheidende Unterschiede bei Ladereglern, Wechselrichtern, Solarbatterien und Solarpaneln oder kann ich da eher günstige kaufen?

      Das sind viele Annahmen und Fragen :) Über Antworten, Infos und Hilfestellungen freue ich mich. :)

      Vielen Dank
      Moin, moin,

      ja, nein!! Fangen wir mal vorne an:

      300W kommen ja über einen Wechselrichter aus der Batterie. D.h. also 25 A pro Stunde.
      Ergänzend: Eine Herdplatte mit 1000W also bei 80 A/Std. vergleichbar mit dem Rasenmäher.

      Bleiakku: Entladung bis max. 50%, nur in Notfällen mehr weil das extrem auf die Lebensdauer geht.
      Egal ob Starterbatterie, BleiGel, Vlies, .......

      Warum 2x 130W, statt 1x 260W? ist aber im Prinzip egal.

      Wichtig ist das Zusammenspiel von Laderegler, Modulspannung und Batterie.
      Der Laderegler "wandelt" die erzeugte Spannung auf eine speicherfähige Spannung um. Ein "billiger" Laderegler
      kappt einfach die zuviel erzeugte Spannung. D.h. bei einem 40V Modul wird einfach die "überflüssige" Spannung gekappt.
      130 W bei 40V ~ 3,25A; mehr wird also niemals in die Batterie geladen. bei einem 20V Modul würde also schon 6,5A in
      die Batterie drücken.
      Ein Mppt-Laderegler wandelt die Modulspannung immer auf eine optimale Ladespannung um, erhöht dabei den Ladestrom.
      D.h. die erzeugte Energie steht fast vollständig zum Speichern zur Verfügung.
      Außerdem regelt und begrenzt ein Laderegler auch den Verbrauch. D.h. für einen 1000W Spannungswandler müßte der Regler 80A
      vertragen können. Das ist für einen "Standard-Kleingarten" illosorisch, daher empfehle ich hier einen Spannungswandler
      mit integrierter Batterieüberwachung, der direkt an der Batterie angeschlossen wird (Achtung Leitungsquerschnitt!!!)

      Also bei einem kleinen Speicher wie in Ihrem Plan (100Ah x 12V = 1200 Wh und davon sind nur 50% nutzbar, also 600Wh), können Sie
      jegliche Wärmeerzeugung und Motorbetrieb "vergessen".

      Ob "günstig" oder "teuer", gibt nicht den Ausschlag. Wichtig ist, daß die Komponennten zusammen passen.
      "Camping-Module" für 12 V sind z.T. 3x so teuer, wie ein "Standardmodul". Beim Standardmodul gibts aber selten welche direkt mit
      15 - 17V, wie man sie für 12V-Akkus bräuchte.

      lg tugu
      Man kann fast ALLES reparieren, sogar Wechselrichter. Und einige kann man "tunen" (allerdings nicht für "D"). wiebach.de
      Speicher- Anlage: solarweb.com/Account/GuestLogO…55-4ea7-8092-822eea25795b
      SÜD-Anlage: solarweb.com/Account/GuestLogO…b5-48c4-a3c8-a2ac008c1fb7
      mfg tugu