Wie lange darf eine Reperatur dauern?

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    • Wie lange darf eine Reperatur dauern?

      Hallo zusammen,
      habe seit Februar eine PV-Anlage auf dem Dach.
      Leider hat es bereits bei der Installation der Anlage kleinere Problemchen gegeben. Zugesagter Termin wurde nicht eingehalten, ...

      Aber trotzdem, die Anlage lief am Anfang recht gut. Seit einiger Zeit liefert aber ein Wechselrichter, an dem 15 Module hängen, nur noch die gleiche Leistung, wie der mit 14 Modulen. Ich habe dies beim Lieferanten der Anlage gemeldet und es waren auch schon 2 Trupps mit "netten Leuten ohne Fachkenntnisse" zum Nachmessen da, haben aber immer noch keine Ahnung, wo das Problem liegt.

      Der Geschäftsführer des Lieferanten wollte mich nun zunächst einmal damit vertrösten noch einen Monat das Problem zu beobachten. Damit war ich nicht einverstanden. Ich habe ihm daraufhin eine Auswertung geschickt, aus der hervorgeht, dass das Problem bereits seit einem Monat besteht. Aufgrund dieser Auswertung wollte er dann noch mehr Geld verlangen, da die Anlage im Monat April mehr Leitung gebracht hat, als in der Voraussichtlichen Leistungsberechnung der Anlage angenommen wurde. Das eigentliche Problem wollte er damit nur vertuschen.

      Soweit die Vorausgeschichte und nun zu meinen eigentlichen Fragen:
      • Wie lange darf sich der Lieferant zeit lassen, bis der Mangel behoben ist?
      • Ab wann kann ich eine Firma beauftragen, die den Mangel auf Kosten des Lieferanten beseitigt?
      • Wo kann man Informationen zu diesem Thema bekommen?
      • Welche Schritte kann ich gegen den Lieferanten unternehmen?
      • Habe ich evtl. Anspruch auf Schadensersatz für die entgangene Leistung?
      Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
    • Hallo Woidl,

      ich kann Deine Verärgerung gut nachvollziehen. An Deiner Stelle würde ich zunächst schriftlich mit Frist den Mangel bei Deinem Gegenüber anzeigen.

      Wenn keine Reaktion kommt, würde ich nochmal telefonisch nachhaken und wenn dann nichts kommt, ab zum Anwalt, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen (z.B. andere Firma beauftragen die Fehler zu besteitigen).
    • Hallo "Immoandreas",

      habe diesmal schriftlich die Mängelbeseitigung eingefordert, nachdem bereits 4 Wochen vergangen sind und schon wieder ein Termin ohne Antwort abgesagt wurde. Werde mich noch beim Verbraucherschutz informieren, welche rechtlichen Schritte mir noch zur Verfügung stehen, bevor ich einen Anwalt einschalte.

      Danke für deine Antwort!!!

      mfg
      "Woidl"
    • Antwort vom Verbraucherschutz

      Habe mich beim Verbraucherschutz erkundigt und folgende Antwort erhalten:

      "... Hier ist es zunächst fraglich, ob Kauf- oder Werkvertragsrecht anzuwenden ist. Nach § 637 BGB gibt es beim Werkvertrag tatsächlich das Recht zur Selbstvornahme, wenn der Unternehmer den Mangel nicht in einer angemessenen Frist beseitigt, es sei den er würde die Nacherfüllung zu Recht verweigern.

      Allerdings gibt es auch im Kaufrecht bei einer fehlgeschlagenen Nacherfüllung gemäß §§ 437, 440, 280 f. BGB das Recht, Schadensersatz zu verlangen. Nach § 440 BGB gilt eine Nacherfüllung nach dem zweiten erfolglosen Versuch als fehlgeschlagen, wenn sich nicht aus den Umständen etwas anderes ergibt.

      Stellt man sich auf den Standpunkt, dass hier ein Kaufvertrag vorliegt und sofern Sie die Anlage für Ihr Privathaus erworden haben, dann kommt Ihnen darüberhinaus § 476 BGB zu gute. Nach dieser Vorschrift muss der Verkäufer beweisen, dass er einen mangelfreien Gegenstand geliefert hat, wenn sich der Mangel in den ersten sechs Monaten nach der Lieferung gezeigt hat.

      Es ist zudem sehr fraglich, ob der erklärte "Vorbehalt" überhaupt wirksam sein kann, wenn zuvor Reparaturversuche unternommen wurden. M.E. ist dies ein unzulässig, da hier ein vollkommen widersprüchliches Verhalten vorliegt.

      Sie sollten dies ein letztes Mal kurz zusammenfassen und der Firma schriftlich mitteilen und die unverzügliche Beauftragung eines anderen Unternehmens zur Reparatur (und die Inrechnungsstellung der Kosten) androhen. ..."

      Dies habe ich auch der betreffenden Firma geschickt und nochmals eine Woche Zeit eingeräumt. Nun habe ich für nächste Woche einen Termin. Sollte dieser wieder nicht eingehalten werden oder zu keinem Ergebnis führen, so werde ich eine Fachfirma beauftragen und die Kosten dem Lieferanten in Rechnung stellen.
    • Hallo Woidl,

      was ist denn aus deinem Problem geworden? Bei unserer Installation gab es ähnliche Unglücke, zumal die Firma ohnehin sehr schlampig gearbeitet hat (ein riesiges, unschönes Rohr wurde sichtbar entlang der Vorderseite unseres Daches gelegt, was, wie sich im Nachhinein rausstellte, nichtmal notwendig war).
      Die Solaranlage arbeitet nun gelegentlich nicht, hatten seit der Installation auch schon zwei mal Reperaturen vornehmen lassen. Solange das noch kostenfrei von statten geht ist das kein Problem, werden aber erstmal Kosten gefordert würde es auf Dauer teuer werden...

      Aber zurück zu deiner Sache: Wurde dir denn von der entsprechenden Firma Hilfe geleistet, bzw. wie ging die ganze Sache aus?

      Lieben Gruß,
      Memel